Grundlagen
Was ist GHK-Cu?
Ein körpereigenes Peptid, das man im Blut, im Speichel und im Urin findet – und das seine Eigenschaften dem Kupfer verdankt.
Der Name ist eine Abkürzung: G steht für Glycin, H für Histidin und K für Lysin, jeweils im Einbuchstabencode der Aminosäuren. Zusammen bilden sie das Tripeptid GHK. Erst durch die Bindung eines Kupferions entsteht GHK-Cu, die Form, die in den meisten Studien untersucht wird.
Die Entdeckung
Pickart und Thaler beobachteten Anfang der 1970er-Jahre, dass Plasma junger Menschen Leberzellen in Kultur anders beeinflusste als Plasma älterer Spender. Als verantwortlichen Faktor isolierten sie ein kleines Peptid: GHK1. Einige Jahre später berichtete dieselbe Gruppe, dass GHK Kupfer binden und dessen Aufnahme in Zellen erleichtern kann2.
Vorkommen im Körper
GHK findet sich in geringen Mengen im Blutplasma. Pickart beschreibt in Übersichtsarbeiten, dass die Konzentration mit dem Alter abnimmt3. Vermutet wird, dass das Peptid beim Abbau von Proteinen der extrazellulären Matrix entsteht, etwa aus Kollagen, in dessen Sequenz die Abfolge Gly-His-Lys vorkommt.
Eigenschaften auf einen Blick
- Sehr kleines, gut wasserlösliches Peptid.
- Hohe Affinität zu Kupfer(II), ähnlich der von Albumin.
- Als Komplex intensiv blau gefärbt.
- Empfindlich gegenüber stark saurem Milieu und Chelatbildnern, die das Kupfer entziehen.
GHK-Cu in der Kosmetik
In Kosmetika wird der Komplex unter dem INCI-Namen Copper Tripeptide-1 geführt. Kosmetische Fertigprodukte sind etwas anderes als Forschungsmaterial: Sie unterliegen der EU-Kosmetikverordnung, enthalten den Stoff in einer Rezeptur und dürfen keine therapeutischen Wirkungen versprechen.